Kein Mofa und kein Motorroller

Ein Moped sollte über Pedalen verfügen, daher der Name, der an die Weiterentwicklung des Fahrrads erinnert. Wenn es sich dabei offizielle auch um ein Kleinkraftrad handelt, hat sich die Bezeichnung im Sprachgebrauch doch erhalten und wird scherzhafterweise gelegentlich auch für schwerere Maschinen verwandt. Im Erscheinungsbild auf unseren Straßen wurde das Moped mehr und mehr vom Motorroller verdrängt, der eben trendiger ist und auch etwas mehr Schutz bei feuchter Witterung bietet. Dessen ungeachtet ist das Moped – man denke nur an die berüchtigte Schwalbe – zum Kultobjekt geworden, und gebrauchte Fahrzeuge sind heiß begehrt. Sagenumwobene Modelle von Victoria und DKW, Hercules, Maico und Puch taugen heutzutage eher fürs Museum, nehmen da aber jeweils einen Spitzenplatz ein. Das erste Moped der damaligen DDR leistete 1955 mit 1,5 PS 5.000 Umdrehungen. Auch Yamaha baut Mopeds, deren Bekanntheit sich jedoch den Motorrädern gegenüber in Grenzen hält. Das österreichische Unternehmen Puch kennt beinahe so viele Modelle, wie es Produktionsjahre hinter sich gebracht hat. Absatzstark zeigte sich die NSU-Quickly von 1953, blassgrün, hellblau, oliv und grau lackiert. Nur die Italiener tendierten damals schon zu den kräftigen Tönen. Kreidlers Florett war schon ein wenig zu sportlich, um noch in die Klasse der Mopeds eingeordnet werden zu können.

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